Projekt vorbereiten

Bevor die inhaltliche Arbeit beginnt, müssen die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt geschaffen werden. Typischerweise durchläuft die Schule einen Prozess der Entscheidung für oder gegen das Projekt. Dieser verläuft in den Phasen Problembewusstsein schaffen, Ressourcen prüfen und Entscheidung treffen:

Plakat aus dem Berufskolleg Neandertal

Problembewusstsein schaffen: Große Projekte oder Veränderungsprozesse lassen sich nur dann erfolgreich umsetzen, wenn die Mehrheit der Betroffenen eine ausreichende Bereitschaft für Veränderungen hat. Die Voraussetzung für eine hohe Veränderungsbereitschaft ist das Bewusstsein, dass Veränderungen notwendig und möglich sind. In der Regel sind dafür mehrere Gespräche im Kollegium notwendig, um für das Veränderungsvorhaben zu werben.

Ressourcen prüfen: Ein Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn sich eine ausreichende Anzahl an Personen an der Umsetzung beteiligen können und die Rahmenbedingungen für die Projektarbeit günstig sind. Daher sollte eine Schule vorab genau prüfen, ob die erforderlichen Kapazitäten vorhanden sind. Hilfreiche Fragen sind z. B.:

  • Welche Projekte sollten wir vor Beginn eines neuen Projektes beenden?
  • Wie können wir engagierte Lehrkräfte entlasten?
  • Welche zeitlichen und personellen Ressourcen sollten wir für unerwartete Belastungen freihalten?

Führt die Ressourcenprüfung zu kritischen Ergebnissen, muss das geplante Projekt verschoben werden, bis substanzielle Einsparungen, z.B. durch das Aussetzen oder Streichen anderer Aktivitäten gewonnen werden. Auch die Schulleitung sollte sich aktiv am Projekt beteiligen und prüfen, wie sie die notwendigen Ressourcen für sich selbst durch Einsparungen an anderen Aktivitäten gewinnen kann.

Eine klare Entscheidung gemeinsam treffen: Das gesamte Kollegium sollte über die Teilnahme an dem Projekt abstimmen. Eine hohe Zustimmung erhöht die Identifikation der Schulgemeinschaft mit den Zielen und der Umsetzung des Projekts.

Vorgehen in der DAK-Initiative:

Interessierte Schulen erhalten nach einem ersten klärenden Telefonat ein Infoblatt über die erforderlichen zeitlichen und personellen Ressourcen im Projektverlauf.

Die Schulen sollen zunächst für sich prüfen, ob in den kommenden Jahren genügend Kapazitäten für die Projektteilnahme frei sind. Nur wenn dies der Fall ist, sollte die Schule sich bewerben.

In einem Vorgespräch vor Ort wird mit den Schulen besprochen, welche Ressourcen mindestens für die Projektdurchführung erforderlich sind.

Projektvision entwickeln

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