Grundlagen der DAK Initiative

Selbststeuerung und Partizipation

Veränderungen sind dann wirksam und langfristig erfolgreich, wenn sie von den einzelnen Mitgliedern einer Gemeinschaft  initiiert, getragen und umgesetzt werden. Daher setzt auch die DAK-Initiative auf das Prinzip der Selbststeuerung: Jede Schule bestimmt selbst, welche inhaltlichen Schwerpunkte sie für die Projektlaufzeit setzt und in welcher Geschwindigkeit sie ihre Ziele umsetzt. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sollen dabei mit ihren Wünschen und Erwartungen, aber auch mit ihrem Engagement eingebunden werden. Das Prinzip der Selbststeuerung ermöglicht es, dass sich die Mitglieder der Schule als Akteure innerhalb ihrer Veränderungsprozesse erleben. Erwartungen an und Aktivitäten für eine gute gesunde Schule werden als sinnvoll und wirksam erlebt. Die Identifikation mit der Schule, mit den Veränderungsprozessen wird erhöht, Motivation und langfristige Erfolge werden sichergestellt.

Ganzheitlichkeit: Verhaltens- und Verhältnisprävention

Gesundheitsförderung ist mehr als die Vermittlung von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen. Entsprechend des Setting-Ansatzes sind Schulen als Lebensräume zu verstehen, die mit ihren Verhältnissen einen Einfluss auf das Wohlbefinden und den Gesundheitsstatus ihrer Mitglieder ausüben. Der organisatorische Aufbau und die Abläufe in der Schule sollten gesundheitsangemessen gestaltet werden (Verhältnisprävention). Themen hier können eine freundlichere Gestaltung von Klassenräumen oder die pausenfreundliche Gestaltung des Schulhofs sein. Auch die Formulierung von einheitlichen Pausenregeln oder eine Leitbildentwicklung, in der sich die gemeinsamen pädagogischen Vorstellungen widerspiegeln, können sich positiv auf das schulische Leben und das Wohlbefinden aller auswirken. Verbesserungen der organisatorischen Abläufe, z.B. die Neugestaltung von Lehrerkonferenzen können Arbeitsbelastungen verringern
Darüber hinaus sollten spezifische Maßnahmen der Gesundheitsförderung für die einzelnen Personengruppen in der Schule realisiert werden (Verhaltensprävention).Themen können z. B. gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Stressbewältigung oder Sucht-/Drogenprävention sein.

Nachhaltigkeit

Die Initiative "Gemeinsam gesunde Schule entwickeln" orientiert sich an Methoden, die sich im praktischen Einsatz in den Bereichen Schulentwicklung und Gesundheitsförderung bereits bewährt haben. Zentral ist dabei das Vorgehen nach den Prinzipien des Organisationsentwicklungsprozesses.
Dieser Prozess entwickelt sich in den Phasen Problemerkenntnis, Projektvorbereitung, Ist-Stand-Analyse, Themenauswahl und Bildung von Arbeitsgruppen, Zielsetzung und Maßnahmenplanung, Umsetzung der Maßnahmen, Erfolgskontrolle und Projektevaluation. Dabei soll die Veränderungs- und Problemlösekompetenz der Schulen gestärkt werden, so dass die Schulen nach Ablauf der Projektlaufzeit selbständig ihre Schulen weiterentwickeln können.